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"Bist Du nicht artig, kommst Du nach Bevern!" - noch heute ist dieser Satz eine geläufige Phrase im Weserbergland. Was früher einmal drohend gemeint war, gilt heute nur noch als Scherz. Doch woher kommt dieser Satz? Dieses Rätsel löst das Kulturzentrum Weserrenaissance Schloss Bevern in einer großen Sonderausstellung anlässlich des 400jährigen Jubiläums des Schlosses im Jahr 2012.
Die Zeitreise beginnt in der Weserrenaissance und endet im Heute. Der Besucher trifft auf die Namensgeber von Schloss und Ort, die von Bevern, und streift den märchenhaft reichen Statius von Münchhausen, der nicht nur prächtige Schlösser baute, sondern als Mäzen auch Kirchen und Schulen stiftete.
In seiner Nachfolge steht Herzog Ferdinand Albrecht von Braunschweig-Lüneburg, der Bevern - nicht ganz freiwillig - zu seiner Residenz machte. Sein Hof und vor allem das Kunst- und Raritätenkabinett des „Wunderlichen von Bevern“ bilden einen Höhepunkt der Ausstellung. Das Kabinett umfasst neben Kunstwerken, spektakuläre Memorabilien wie den Steigbügel Julius Cäsars, Reliquien, wissenschaftliche Instrumente, Mineralien, Naturalien, Exotica, aber auch Kurioses, wie den angeblichen Zahn eines Riesen oder Knochen vom Einhorn.
Thema der Ausstellung sind aber auch jene Epochen, die dem Schloss den eingangs zitierten Satz anhefteten Es sind die Zeiten, in denen das Schloss als Corrections- und Erziehungsanstalt benutzt wurde, um auffällig gewordene Männer, Frauen und Kinder durch harte Arbeit zu „bessern“ und zu treuen und „gottesfürchtigen“ Untertanen zu erziehen.
Die Botschaft des Kulturzentrums lautet also: Komm nach Bevern – und mach dir selbst ein Bild vom Schloss!
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